Sonntag, 22. Juni 2008
Die Fliege
Ein herrlicher Sonntagvormittag. Nachdem ich meinen ersten Kaffee vor dem Computer genossen hatte, beschloss ich, mich nochmal in das schöne kuschelige Bett zu flätzen und in meinem Buch weiter zu lesen. Ich lese derzeit "Ich hasse den Sommer" und finde das Buch so lustig. Es ist einfach aus dem Leben einer Freu gegriffen.

Beim Umblättern fiel mein Blick auf meine Fingernägel. Die sind nicht immer so gepflegt, wie sie sein sollten. Vor etwa vier Monaten entschloss ich mich dazu, alle vier Wochen ein wenig Geld zu investieren und jemand Professionelles diese Arbeit machen zu lassen. Leider musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass es damit nicht getan ist. Die schmutzigen Ränder unter den Nägeln treten leider schon ein paar Tage später wieder auf. Wenn man diese dann nicht regelmäßig entfernt, dann frisst sich der Dreck regelrecht in den Nagel ein. Hier hilft dann nur ein ausgiebiges Bad in Kukident. Zusätzlich bemühe ich dann immer meine elektrische Zahnbürste. Die bewirkt wirklich Wunder und in Zusammenarbeit mit den Kukidents sehen die Nägel danach wieder wie neu aus. Na gut, ich muss gestehen, wenn man die Nägel nicht regelmäßig ölt, dann wird der Nagel trocken und rollt sich unten vom Gel ab. Es entstehen kleine Zwichenräume, zwischen Nagel und Gel, in die sich der Dreck mit Vorliebe reinfrisst. Das sieht nicht schön aus. Aber der nächste Nageltermin naht ja.

Ich betrachtet also meinen linken Daumennagel und entdeckte wieder einen dieser ungeliebten Schmutzränder. Da ich nun aber bequem in meinem Bett lag und viel lieber mein Buch weiterlesen wollte, als aufzustehen und dem Dreck an den Kragen zu gehen, steckte ich kurzer Hand meinen Daumen in den Mund. Nach ausgiebigem Lutschen an eben welchem, schaute ich mir das Ergebnis an. Gut, die schwarzen Ränder waren weg, aber ich fühlte die kleine Wulst noch unter dem Nagel. Egal, heute ist Sonntag.

Im Schlafzimmer befand sich auch eine Fliege. Diese Fliege trabte schon die ganze Zeit auf meiner entblößten Brust herum. Als ich den Arm anhob machte sie es sich bevorzugt in meiner Achsel bequem. Da ich mir gestern frisch die Achseln rasiert hatte, störten sie da auch keine Haare. Die arme Fliege muss sich ja auch irgendwie ernähren.

Diese Fliege schien jetzt aber den frisch angelutschten Daumen zu orten. Flugs saß sie auf ihm und tastete jetzt mit ihrem riesigen Rüssel meinen Daumen ab. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie die Wulst unter meinen Nagel entdeckte. Das hat sich so geil angefühlt, wenn sie ihren Rüssel in die Tiefen des Nagels steckt um da auch noch jeden Rest an Dreck rauszulutschen. Wellen der Freude durchfuhren meinen Körper. Konnte eine Fliege mich etwa sexuell erregen? Ich denke schon. Ich habe nachdem dann die ganze Spucke getrocknet war, einen weiteren Versuch unternommen, die Dreckränder mittels kräftigen Lutschens unter meinen Nägel zu entfernen.

Alles natürlich nur zur Freude der Fliege ...

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